Versteckte Naturjuwele – Bergseen im Pitztal

Bergseen haben etwas magisches an sich. Umrundet von schroffen Bergmassiv, eingebettet in bunte Almwiesen, umgeben vom beruhigenden Plätschern der Zu- und Abflüsse. Wenn man in den Bergen des Pitztales unterwegs ist, findet man selten eine Route, die nicht mindestens viermal von einem Rinnsal bis rauschendem Bach durchkreuzt wird.

Sucht man danach, findet man im Pitztal Bergseen, die mal blau, mal grün, manchmal weder noch und oftmals auch türkis sind – ja, sogar diese spezielle Blaufärbung. Zwar ist es jetzt für einen Sprung ins klare Wasser ein bisserl (also so richtig) frisch, aber kurz die Zehen hineinbaumeln lassen, ist in diesen wundervollen Septembertagen auf jeden Fall noch drin.

Brechsee – Krummer See – Kugleter See

Bei dieser atemberaubenden Drei-Seen-Wanderung erwartet euch eine kühle Erfrischung nach der anderen. Ihr startet in Rehwald und folgt dort rund eine Stunde lang dem Forstweg hinauf zur Mauchele Alm. Von dort führt ein wundervoller Steig durch den Wald hinauf zum ersten der drei Seen.

Versteckt in einem Bergkessel liegt der Brechsee auf 2145 m.

Es könnte nicht romantischer sein. © TVB Pitztal
Wie ein Spiegel liegt der Brechsee im Bergkessel. © TVB Pitztal

Folgt man dem Steig weitere ca. 1,5 Stunden wird man nicht nur mit dem zweiten See, dem Krummer See, sondern auch mit einer fabelhaften Aussicht belohnt.

Hier genießt man eine grandiose Aussicht. © TVB Pitztal

Den Kugleter See, der dritte im Bunde, trifft man nach einer weiteren knappen Stunde an. Der höchste der drei Seen liegt auf stolzen 2751 Höhenmetern. So hoch, dass sich nur noch die Wolken in ihm spiegeln.

Das klare Wasser täuscht – es ist tiefer als es aussieht. © TVB Pitztal

Mittelberglesee

Der See hebt sich optisch scharf vom Bergmassiv ab. © TVB Pitztal

Etwas anspruchsvoller ist der Weg hoch zum Mittelberglesee von Trenkwald aus. Der steile Anstieg lohnt sich aber auf jeden Fall, alleine schon wegen dem fabelhaften Panorama. Über die Hänge des Weißen Kogels führt der Weg zum Loabach, dem man bis zum Fuße der Parstleswand folgt. Hier ruht inmitten einer gewaltigen Bergkulisse der Mittelberglesee.

Die Farbe ändert sich je nach Perspektive. © TVB Pitztal

Rifflsee

Die beste Aussicht hat man vom Floß aus. © TVB Pitztal

Etwas entspannter kann man sich den Aufstieg zum Rifflsee mit der Bahn machen – der Weg zu Fuß dauert eh nur rund 1,5 Stunden, aber man darf auch mal „faul“ sein und sich trotzdem in der Sunna Alm eine ordentliche Stärkung gönnen. Wenn man anschließend die Zehen in das türkisfarbene Gletscherwasser steckt, lässt sie das ordentlich kribbeln.

Auch in der untergehenden Sonne weiß der Rifflsee zu überzeugen. © TVB Pitztal

Plodersee

Dieses Panorama erlebt man am Plodersee. © TVB Pitztal

Um etwaige Gewissensbisse ob der Bergbahnauffahrt wieder wett zu machen, kann man vom Rifflsee aus noch den Plodersee begutachten. Hier folgt man den Wegweisern am Ende des Rifflsees dem Steig ins Wurmtal und anschließend dem Gebirgsbach und den Wasserfällen bis zum See.

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