Sane Cum Cembra – Gesund mit Zirbe: Wie man sich 3.500 Herzschläge pro Nacht spart!

Im Reich des Trendbaumes Zirbe

Im Herzen Europas, mitten in den Tiroler Bergen im Pitztal steht ein Baum mit sonderbaren Kräften. Er wächst so langsam wie kein anderer Nadelbaum und blüht nur alle sechs bis zehn Jahre. Typisch sind seine fuchsiaroten Zapfen, die im Juli und August an den Ästen zu sehen sind.
Bis auf 2.200 Meter Höhe, weit über der Baumgrenze hinaus, ist der Zirbenbaum hier im Hochzeiger Wandergebiet anzutreffen. Es ist die Kampfzone des Waldes, wo nur die genügsamsten Bäume überleben. Den hochalpinen Gegebenheiten trotzend, findet man hier einen der größten geschlossenen Zirbenwälder Nordtirols mit Bäumen, die bis zu 1.000 Jahre alt werden können. Genug Zeit, um ihr kleines Wundermittel, das aromatische Pinosylvin zu entfalten. Ein Enzym, das auf die menschlichen Zellen wirkt, nachgewiesenermaßen beruhigt und die Herzfrequenz senkt.

Und das riecht man, sobald man die Hochzeiger Gondel an der Bergstation verlässt!

Die Zirbe – die Königin der Alpen – prägt das Bild im Wandergebiet Hochzeiger im Pitztal (c) Edwin Gapp

Das Zirbenöl aus dem Hause Reinstadler

Im Sägewerk von Sepp Reinstadler, ca. 10 Fahrminuten vom Hochzeiger, wird gerade ein Baum angeliefert. „Der hat locker seine vierhundert Jahre auf dem Stamm“, sagt der Chef. Gute Ware. Reinstadler war lange Zeit der Bürgermeister von Jerzens, danach hat er sich voll und ganz der Zirbe verschrieben. Mit seiner Frau Roswitha betreibt er das Sägewerk und beide haben sich über das Pitztal hinaus mit ihrem naturreinen, ätherischen Zirbenöl aus der hauseigenen Destillerie einen Namen gemacht.

Sepp Reinstadler bei der Arbeit in seinem Sägewerk in Jerzens: täglich wird hier Zirbenholz aus dem Pitztal verarbeitet. (c) TVB Pitztal

1000 kg Rohmaterial für einen Liter Zirbenöl

„Wir verarbeiten in unserem Sägewerk vor allem Zirbenholz. Jene Teile des Baumes, die der Tischler nicht verwenden kann, wie Restholz, Nadeln, Zweigspitzen, Äste, Zapfen, usw. werden gehäckselt. In unserer Anlage wird diesem Material mit Hilfe von Wasserdampf auf schonende Weise das ätherische Öl entzogen.“ erklärt Reinstadler grob den Destillier-Vorgang. Was am Ende aus dem Reagenzglas tropft, ist 100% reines, ätherisches Zirbenöl. „Für einen Liter ätherisches Zirbenöl benötigen wir etwa 1000 kg Rohmaterial“ so Reinstadler.

Roswitha Reinstadler erklärt den Destillerie-Vorgang zur Herstellung des Zirbenöls (c) TVB Pitztal

Wie der Baum, so das Öl!

Die Eigenschaften des Öls lassen sich eins zu eins vom Hauptprodukt ableiten. „Nadelhölzer gelten generell als reinigend und klärend. Da die Zirbe unter äußerst schwierigen Bedingungen wächst, werden ihr Ausdauer, Kraft und Beständigkeit zugeschrieben und das merkt man auch in den zahlreichen Anwendungspraktiken unseres Öls.“ Auf Grund der großen Nachfrage nach naturreinem Zirbenöl und dem beschränkten Angebot wird Zirbenöl selten in reiner Qualität angeboten. Oft wird es mit anderen Kiefern-Ölen gestreckt. Nicht so im Hause Reinstadler, wo man stolz auf sein 100%-Produkt setzt – solange der Vorrat reicht.

Zirbe im Herzen: Mit seinem Zirbenöl vereint Sepp Reinstadler seine Leidenschaft mit Erfolg. (c) TVB Pitztal

Pinosylvin – das „Schlaf-gut“-Enzym

Im Zirbenholz und schlussendlich auch im Zirbenöl ist das Enzym Pinosylvin enthalten. Seine beruhigende Wirkung auf Herz und Kreislauf wurde wissenschaftlich untersucht und bestätigt. Als grober Richtwert soll sich der Mensch etwa eine Stunde Herzarbeit (etwa 3500 Herzschläge) ersparen, wenn er die Nacht in einer Zirben-geschwängerten Umgebung schläft. Diese besonders beruhigende Wirkung machten sich schon unsere Vorfahren im Pitztal zunutze. Wohn- und Schlafräume wurden mit Zirbenholz getäftelt und Kissen mit Zirbenspänen gestopft. Heute werden diese alten Gepflogenheiten wieder neu entdeckt. Moderne Tischler entwickeln Zirben-Schlafsysteme mit besonders hoher Qualität. Zirbenbetten und Zirbenkissen erleben eine neue Hoch-Zeit. Im Falle des Zirbenöls nutzt man die positive Wirkung des Zirbenholzes, indem man das Zirbenöl auf ein Stück Zirbenholz träufelt und dies während der Nachtruhe ins Schlafzimmer stellt.

Zirbenholz im Sägewerk Jerzens (c) TVB Pitztal

Weitere Anwendungen der Zirbe

Das Wundermittel der Hausapotheke

In der klassichen Hausapotheke wird die Zirbe wieder hoch geschätzt. Das ätherische Zirbenöl hilft bei Inhalationen gegen Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen. Die Atemwege werden freier, die Nasenatmung verbessert, bei Husten wird der Schleim gelöst. Da die Zirbe eine vertiefte Atmung fördert und zudem durchblutungsfördernd wirkt, hilft das Öl auch bei Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit und mentaler Erschöfung. Außerdem wirkt es entzündungshemmend, harnabsondernd und blutreinigend.

Schönheit kommt von außen

In der Kosmetik findet das Zirbenöl vor allem als wohltuender Zusatz Anwendung. Wie diverse Körperöle, Seifen, Saunaaufgussöle, Badezusätze und Sonnenöl. Außerdem als Inhalationsmittel, Haut- und Massage-Öl oder bei Umschlägen und Waschungen gegen Neuralgien (Nervenschmerzen).

Ein Baum mit großer Wirkung: Die Anwendungsmöglichkeiten der Zirbe für Gesundheit und Haushalt sind zahlreich (c) TVB Pitztal

Nicht jeder ist der Zirbe Freund

Zirbenholz hat außerdem noch eine weitere Eigenheit: So gesund es für Menschen ist, Motten und Ungeziefer nehmen bei ihrem Geruch Reißaus – deshalb wurden Lebensmittelin früheren Zeiten in Zirbenkästen aufbewahrt.

Die Reinstadlers liegen mit ihrem Zirbenöl im Puls der Zeit (c) TVB Pitztal

Fazit…

Die Zirbe ist der Trendbaum schlechthin und die Reinstadlers damit im Puls der Zeit. „Früher hat man das Holz einfach verfeuert oder im Wald liegen lassen.“, sagt Sepp Reinstadler. „Das passiert heute nicht mehr, dafür ist die Zirbe mittlerweile viel zu kostbar!“

Willst du noch mehr zum Thema Zirbenöl und dem Sägewerk erfahren? Im Video erklären dir Sepp und Roswitha Reinstadler mehr:

Mehr Informationen rund um die Zirbe:

>> Sägewerk Jerzens
>> Zirbenpark Hochzeiger

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