Conditions Report: Skitour Kreuzjoch (bzw. Rosskopf) 2.305 m / St. Leonhard im Pitztal am 19.02.2015

Heute haben wir die Skitouren-Bedingungen am Kreuzjoch im inneren Pitztal in Tirol gecheckt.

Kurzbeschreibung zur Skitour Kreuzjoch 2.305 m (auch Rosskopf genannt)

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Start an der Brücke beim Gasthof zur Einkehr in St. Leonhard-Scheibe

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Dem Fahrweg bzw. der Rodelbahn folgen

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Gute Beschilderung zur Arzler Alm

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Der steile Sommerweg-Steig führt schweißtreibend zur Arzler Alm

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Blick auf die idyllische, im Winter geschlossene, Arzler Alm 1.900 m

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Nach der Arzler Alm noch dem Fahrweg folgen

Die beliebte Skitour aufs Kreuzjoch startet im St. Leonharder Ortseil Scheibe, bei der Brücke am Gasthof zur Einkehr. Kurz der Loipe taleinwärts folgen, biegt man sodann rechts auf den Fahrweg bzw. im Winter präparierten Rodelweg in Richtung Arzler Alm (im Winter nicht bewirtschaftet) ab. Dem Rodelweg folgend, geht es immer den Wegweisern „Arzler Alm“ nach. Der Sommerweg kreuzt mehrere Male den Fahrweg, jedoch lohnt es nicht, diesen mit Tourenski zu begehen. Am Ende der gespurten Rodelbahn jedoch, nach einer Rechtskehre, quert man erneut eine Waldschneise, wo oft Skitourenspuren dem Sommerweg folgend hinauf führen.

Guten Gehern bietet sich diese Option an, jedoch ist die Spur oft sehr steil und gerade morgens häufig eisig. Genießern sei hier empfohlen, dem Fahrweg weiter bis zur Arzler Alm zu folgen. An der Arzler Alm (1.900 m) vorbei folgt man weiter dem Weg. Schließlich gelangt man zu einem Abzweig, wo es nicht geradeaus weiter Richtung Rappenkopf, sondern rechts hinauf durch den Wald, an der Jägerhütte vorbei, Richtung Kreuzjoch geht.

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Die Jagdhütte lassen wir rechts liegen und steigen durch den Wald weiter hinauf

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Der Wald lichtet sich, wir gelangen zur Hirtenhütte auf gut 2.000 m

Nach dem lichter werdenden Wald lässt man die Hirtenhütte links liegen und geht in kupiertem Gelände in Nordwestlicher Richtung weiter. In weiten Kehren geht es auf den knapp über 30 Grad steilen Hängen in Richtung des schon weit sichtbaren Gipfelkreuzes des Kreuzjochs auf den ersten Rücken.

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Weiter Richtung Kreuzjoch im Schatten der mächtigen Rofelewand 3.353 m

Von dort in nördlicher Richtung auf den nächsten Rücken und schon ist der Gipfelhang in Reichweite. Nach dem der steile Gipfelhang mit einigen Spitzkehren überwunden ist, steht man am Gipfel des Kreuzjochs und genießt den fantastischen Ausblick im Schatten der mächtigen Rofelewand (3.353 m) . Vor einem liegt der Geigenkamm mit der Hohen Geige, der markanten Pyramide des Luibiskogels und zahlreichen weiteren Dreitausendern des Pitztals.

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Der Spur folgend über kupiertes Gelände ansteigen

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Der letzte Rücken, bevor der Gipfelhang deutlich sichtbar wird

Bei der Abfahrt gibt es mehrere Varianten.

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Tolles Gipfelpanorama am Kreuzjoch

Entweder folgt man der Aufstiegsspur bis zur Arzler Alm und dann der Rodlebahn entlang ins Tal.

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Variante bei sicheren Verhältnissen: vom Gipfel über den Osthang in die breite Rinne direkt bis zur Arzler Alm

Oder man fährt, bei sicherer Lawinensituation, vom Gipfel ostwärts in den über 35 Grad steilen Hang und folgt dann der breiten Rinne, welche direkt westlich der Arzler Alm endet. Im weiteren Verlauf folgt man kurz dem Fahrweg und kann dann bei der der ersten Kurve in die Lawinenschneise nördlich der Alm in den lichten Wald einfahren und bei ausreichender Schneelage bis ins Tal fahren.

Aktuelle Bedingungen am 19.02.2015: Pulver in windberuhigten Bereichen, sonst Bruchharsch und Sonnenbeinflussung

Wie diese Woche bereits am Mittagskogel (3.162 m) im hinteren Pitztal erlebt, hat der Wind vor allem in hohen Lagen ganze Arbeit geleistet und die Schneedecke sehr stark beeinflusst. Daher bietet sich eine Tour auf die etwas niedrigeren Ziele, wie das Kreuzjoch, an.

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Pulver in der Diretissima zur Alm!

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Powder & First Line 🙂

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Sonnen- und windbeeinflusste Schneedecke, zahlreiche Spuren im Aufstiegsbereich

Beim Aufstieg vor allem unten im Wald merkt man die Sonneneinstrahlung der vergangenen Tage und die starke Auskühlung in der Nacht. Die Schneedecke ist hart, daher ist der steile Aufstieg dem Sommerweg entlang nicht zu empfehlen. Oberhalb der Waldgrenze ist die Schneedecke entlang der Aufstiegsroute ebenfalls hart und von Wind und Sonne beeinflusst.

Der Gipfelhang hat einen tragfähigen Schmelzharschdeckel. Momentan ist jedoch die Schneedecke noch ziemlich ausgekühlt und die Sonneeinstrahlung noch nicht stark genug, als dass es verlässlich am späten Vormittag Firn geben könnte. Ich habe eine harte Schneedecke ohne Firn vorgefunden. Die ostseitige Rinne direkt zur Arzler Alm war jedoch noch mit Pulverschnee gefüllt und bot tolles Abfahrtsvergnügen! Auch der lockere Oberflächenreif als oberste Schicht ist super zu fahren – vorsicht jedoch beim nächsten Schneefall! Nach dem Abfahrtsspaß im oberen Teil bis zur Arzler Alm, ist jedoch die normale Variante über den Fahrweg zu empfehlen. Der erste Teil der Waldschneise lässt sich zwar noch befahren, dann jedoch bleibt man besser auf dem kreuzenden Fahrweg. Denn im weiteren Verlauf der Schneise hat die Sonne dem Schnee schon arg zugesetzt und die Schneedecke reicht nicht mehr durchgehend für eine Befahrung aus.

Bis bald!

Alexander – Pitztal TeamIMG_0735

P.S. Vorschläge für Skitouren findet ihr hier, ebenso eine Übersicht der Berg- und Skiführer des Pitztals.

Besonderer Tipp für Mondscheinliebhaber: Am Vollmond-Abend des 3. März gehört die Rifflsee Talabfahrt den Skitourengehern! Das Restaurant Sunna Alm öffnet ab 18 Uhr für einen geselligen Hüttenabend. Und für eine sichere Abfahrt ins Tal stehen später die Skilehrer der Skischule Pitztal bereit 🙂

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