Fabian Lösch – Geschäftsführer des kleinsten (Modell-)Skigebietes im Pitztal!

Fabian Lösch ist Seilbahnlehrling am Hochzeiger und stolzer Geschäftsführer des kleinsten Skigebietes im Pitztal
(c) TVB Pitztal

16-jähriger Auswanderer wird zum Pitztaler Liftlehrling

Fabian Lösch ist in der Nähe von Darmstadt in Groß-Bieberau aufgewachsen und steht seit seinem 3. Lebensjahr auf Ski. 40 Jahre schon kommt seine Familie regelmäßig ins Pitztal zum Skifahren. Neben dem Wintersport hat er sich schon früh für Technik interessiert und so war schnell klar, dass er seine Lehre als Seilbahntechniker in einem Skigebiet machen möchte. Nun kann ein damals noch Minderjähriger nicht einfach in die Alpen ziehen! Gott sei Dank hatte Opa Heinz (72) gerade Lust und Zeit und zog mit seinem Enkel 2017 nach Weisswald in St Leonhard im Pitztal. Mittlerweile ist der junge Wahlpitztaler in seinem 3. Lehrjahr bei den Hochzeiger Bergbahnen. Doch neben seiner Ausbildung zum Techniker und Betriebselektriker ist er nebenbei auch noch Geschäftsführer seines eigenen Skigebietes: das Modellskigebiet im Pitztal!

Ein Herzprojekt – das Modellskigebiet Pitztal ensteht!

Seine Liebe zum Modellbauen hat Fabian von seinem Onkel, einem Hobby-Eisenbahnbauer. Bereits im Frühjahr 2014 nahm er die ersten Seilbahnen in Betrieb, allerdings noch zu Hause in Groß-Bieberau in wesentlich wärmeren Gefilden. Mit seinem Umzug ins Pitztal wurde das noch wesentlich kleinere Modellskigebiet dann nach Weisswald verlegt.

Liftbetrieb im Modellskigebiet Pitztal (c) TVB Pitztal

Technische Fakten zum Modellskigebiet Pitztal

Das Modellskigebiet im Masstab 1:32 steht fixiert auf einem Steinfundament, was den täglichen Winterbetrieb auch bei starkem Schneefall gewährleistet. „Es kommt öfter vor, dass das Skigebiet komplett unter den Schneemassen vergraben wird. Die Präparierungsarbeiten sind dann natürlich aufwendiger, aber gravierende Schäden gibt es dank dem Steinfundament nicht.“ erklärt Lösch.

Insgesamt umfasst das Modellskigebiet 7 Pisten, 2 Gondelbahnen, 4 Sessellifte, 3 Hütten und jede Menge liebevolle Details, wie die Beleuchtung an den Liftsäulen, die Doppelmayerlogos und die detailgetreuen Nachbauten der orangenen Sesselkappen der original Zirbenbahn. Auch eine Pitzigondel kann der aufmerksame Gast erspähen.

Arbeiten im kleinsten Skigebiet im Pitztal

40 Gondeln, 55 Sessel und 3 Hütten gilt es jeden Tag aufzustellen. Dafür braucht Fabian 45 bis 60 Minuten morgens und abends. „In der Nacht werden die Gondeln und Sesseln einzeln in die Talstationen eingeholt. Am Tag hat mein Opa ein bisschen ein Auge drauf. Er ist neben mir der einzige Mitarbeiter – auf Teilzeit sozusagen.“

Fun Fact: Fragt man die Nachbarn von Fabian, hat der Skigebietsbetreiber ein wesentliches Markenzeichen: für den schnellen Einsatz im Skigebiet sieht man ihn meistens im Bademantel an den Gondeln werkeln.

Die Arbeit im Modellskigebiet Pitztal fängt schon früh an, um einen pünktlichen Skistart auf bestens präparierten Pisten zu gewährleisten (c) Fabian Lösch

Schlepplifte – ein Versuch

„Das Modellskigebiet hatte mal einen Schlepplift. Doch obwohl es der neusten 3D-Drucker-Technik entsprach, hat es der Schneelast nicht stand gehalten. So mussten wir den Betrieb leider wieder einstellen.“ so der Technik-Lehrling.

Testphase Schlepplift – leider sind die Schnee- & Wetterbedingungen im Pitztal zu hart und so musste der Schleppliftbetrieb leider eingestellt werden. (c) Fabian Lösch
Insgesamt 3 Einkehrmöglichkeiten stellt CEO Fabian Lösch seinen Skigästen zur Verfügung. (c) Fabian Lösch

Sommerbetrieb im kleinsten Wandergebiet Pitztal

Das Modellskigebiet hat auch eine Sommersaison. Allerdings mit eingeschränktem Liftbetrieb. Von Juni bis September sind insgesamt 2 Gondelbahnen, sowie die Hütten Tiefentalalm, Sunnalalm und Taschachalm jeweils von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr für Wandergäste geöffnet. „Die Arbeit im Sommer ist durch den eingeschränkten Liftbetrieb und die freundlicheren Wetterbedingungen um einiges einfacher,“ so Lösch. „In den Sommermonaten dauern die Wartungsarbeiten und das Einholen der Gondeln am Morgen und am Abend nur 15 bis 20 Minuten.“

Pläne zur Skigebietserweiterung 2020

2020 stehen einige Erweiterungen und Renovierungsarbeiten an. „Um konkurrenzfähig zu blieben, braucht es immer wieder neue Angebote und auch die Technik muss immer wieder verbessert werden. Die Zirbenbahn ist immerhin schon 5 Jahre“ weiß Lösch, der für Sommer 2020 unter anderem auch eine Mountainbikestrecke plant.

Auf die Frage, ob es in seinem Skigebiet auch Nachtskilauf gibt, meint Fabian nur: „Ich hatte es vor, aber die Hüttenwirte spielen nicht mit!“. 😉

Projekte in Planung 2020

  • Bau von Mountainbike-Strecke (in Planung)
  • Neue Sessel Almbahn (in Planung)
  • Bachlauf (in Planung)

Alle Infos zum kleinsten Skigebiet im Pitztal: https://modellseilbahnpitztal.jimdo.com/ und auf Instagram:

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