Der neue Zirbenpark am Hochzeiger – ab Juli 2015 im Pitztal in Tirol

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Neue Sommerattraktion im Pitztal: der Zirbenpark am Juli 2015 (c) hochzeiger.com

Ab Mitte Juli 2015 hat das Pitztal eine weitere Attraktion zu bieten. Der neue Zirbenpark an der Hochzeiger Mittelstation hoch oberhalb von Jerzens thematiesiert die Zirbe in all ihren Facetten und ist ein wunderbares Familienausflugsziel mit vielen Spiel- und Wasserelementen. Schon seit man denken kann, schützt der Zirbenwald das Pitztaler Dörfchen Jerzens vor Lawinen- und Murenabgängen. Er schmiegt sich ans Hochzeigergebirge und gehört zu den schönsten Beständen Tirols. Doch die zähe Kiefernart mit ihrem unverwechselbaren Duft kann weit mehr: Sie beruhigt den Herzschlag, fördert die Entspannung und den tiefen Schlaf – und tut einfach gut.

Zirbe am Hochzeiger©AlbinNiederstrasser

So sieht er aus, der Zirben-Baum. (c) A. Niederstrasser, hochzeiger.com

Die Zirbe gehört zur großen botanischen Gattung der Kiefern und wächst auf 1400 Meter bis hinauf auf ca. 2500 Meter Seehöhe. Durchschnittlich wird die Zirbe 200 bis 400 Jahre alt. Noch heute setzt die Gemeinde Jerzens nach wie vor auf die Zirbe und pflegt damit eine Jahrhundert alte Freundschaft. Die Einrichtung der Bauernhäuser wurde früher zum Großteil aus Zirbenholz gefertigt, und auch heute wird das wertvolle Holz zum Innenausbau für Täfelungen, sowie als Möbelholz für Küchen oder Schlafzimmer genutzt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich bestätigt, dass man sich in einem Zirbenholz-Schlafsystem täglich bis zu 3.500 Herzschläge erspart, und sich somit die Schlafqualität verbessert. Darüber hinaus hat das Holz hervorragende antibakterielle Wirkungen, bekämpft Motten und verhindert Schimmelbildung.

Dass der Zirbe im Pitztal noch mehr Aufmerksamkeit gebührt, dachte sich auch Hansjörg Wohlfarter, Chef der Hochzeiger Bergbahn. Er initierte den neuen „ZirbenPark Erlebnisweg“ an der Hochzeiger-Mittelstation. Ein Rundweg, der sich als Gesamtkunstwerk in die Natur am Berg einfügt und auf einem Kilometer überraschende Entdeckungen rund um die „Königin der Alpen“ ermöglicht. Weil der Weg kaum Höhenunterschiede aufweist, ist er auch für Kleinkinder geeignet. Sie können hier ihren Forscherdrang ausleben, während Erwachsene entspannt genießen.

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Eine der Familienattraktionen: Der ZirbenZapfen-Turm (c) hochzeiger.com

„Jeder folgt seinem eigenen Antrieb“, erklärt Wohlfarter. „Wir haben uns für ein emotional-intuitives Orientierungssystem entschieden, das ohne den herkömmlichen Schilderwald auskommt und führen mit einer Geschichte spielerisch über den Erlebnisweg.“ Die Protagonisten sind Pitzi, das heißgeliebte Maskottchen des Tals, und der Tannenhäher. Denn ohne den Vogel geht gar nichts. Schließlich lebt er in einer symbiotischen Beziehung mit der Zirbe. Er sammelt die Nüsse und versteckt sie so gut, dass er selbst nur zwei von dreien wiederfindet. Aus dem Rest keimen viele neue Schösslinge – und der Bestand ist gesichert.

„Weil Pitzi lieber essen als verstecken mag, können Kinder dem Tannenhäher helfen, die Nüsse von Pitzi fernzuhalten“, beschreibt Wohlfarter eine der zahlreichen Aktionen. An anderer Stelle können Besucher selbst Zirbenholz hobeln und sich mit den Spänen auch den Duft in einem Leinensäckchen mit nach Hause nehmen. Zwischendurch locken das Zirbenwasser und der Zirbensprung ins frische Heu. Höhepunkt für alle, die Kind geblieben sind, ist der Erlebnisturm in Zirbenzapfenform – mit einer zwölf Meter hohen Aussichtsplattform und einer 16 Meter langen Röhrenrutsche. Wer mag, gibt im Zirbenzirkel noch sein Bestes und relaxt anschließend in der Zirbenrast mit einmaligem Blick von der Kaunergratgruppe über den Arlberg bis zu den Lechtaler Alpen.

Doch auch die Stationen des ZirbenParks selbst heischen um Aufmerksamkeit. Ein einheimischer Bildhauer hat echte Kunstwerke geschaffen. Das Portal zum Park etwa – eine vier Meter hohe Skulptur, die den Zirbenbüschel mit seinen fünf Nadeln darstellt. „Ein einzigartiges Symbol – denn nur die Zirbe hat diese fünf Nadeln“, erklärt Wohlfarter.

Nach dem Streifzug durch den ZirbenPark können Gäste im Zeigerrestaurant an der Mittelstation einkehren. Hier gibt es Spezialitäten wie „Zirben-Zipferl“ (belegte Brote in spezieller Form und mit eigener Rezeptur), Zirbensuppe und natürlich auch Zirbenschnaps. Wer Mitbringsel sucht, wird im Zirben-Shop fündig. Noch mehr Zirbe gefällig? Dann bietet sich ein Besuch in der Zirbenausstellung in Jerzens an.

Bahnbetrieb am Hochzeiger:

Die Hochzeiger Gondelbahn ist von 13. Juni bis 18. Oktober täglich in Betrieb. Erwachsene zahlen 17 Euro für Berg- und Talfahrt, Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren 6 Euro. Wer die Gletscherpark Card hat, mit der alle Bahnen der Region genutzt werden können und es bei zahlreichen Bonus- und Kulturpartnern Ermäßigungen gibt, fährt gratis. Die Gletscherpark Card kostet für drei (im Zeitraum von vier Tagen) 55 Euro. Insgesamt stehen am Hochzeiger 100 Kilometer markierte Wanderwege zur Auswahl. www.hochzeiger.com

Traumhafte Natur-Kulisse am Hochzeiger (c) pitztal.com

Traumhafte Natur-Kulisse am Hochzeiger: Blick auf den Wildgrat 2.971 m (c) pitztal.com

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