10 Fragen an… Rudi Lapper – Ausbildungsleiter der Staatlichen Skilehrerausbildung in Österreich

Rudi Lapper, Ausbildungsleiter, im Pitztal

Rudi Lapper, Ausbildungsleiter, im Pitztal

Skilehrer im Pitztal / Tirol

Am Ende des ersten Kursteils der Staatlichen Skilehrerausbildung, die schon seit über 20 Jahren traditionell im November am Pitztaler Gletscher stattfindet, habe ich Rudi Lapper zu einem Kurzinterview getroffen. Rudi ist seit 2012 Ausbildungsleiter der Staatlichen Skilehrerausbildung in und folgt damit in einer illustren Reihen von Skipäpsten, die den Weltruf der österreichischen Skischule begründet haben. Nach Ernst Janner, Prof. Stefan Kruckenhauser, Prof. Franz Hoppichler und Mag. Werner Wörndle, obliegt nun dem langjährigen Ausbildungsleiter des Tiroler Skilehrerverbands und Mitinhaber der Skischule Kirchberg die Leitung der intensivsten Skilehrerausbildung der Welt – allein für das Top-Level der Ausbildung, dem Staatlichen Skilehrer, sind 120 Kurstage erforderlich.

Die Ausbildner der staatl. Skilehrer mit kritischem Auge

Die Ausbildner der staatl. Skilehrer mit kritischem Auge

Der Weg zum Staatlichen Skilehrer beginnt mit der Ausbildung zum Skilehrer-Anwärter in einem der Landesskilehrerverbände Österreichs. Geeignete Kandidaten gehen dann zur Landesskilehrerausbildung, welche umfangreiche Inhalte in den Bereichen Schule- und Geländefahren sowie in der Alpinausbildung vermittelt. Eine Besonderheit der Landesskilehrerausbildung, welche ca. 35 Ausbildungstage erfordert, ist der einwöchige Alpinkurs, in dem den Kandidaten die Fähigkeiten zum Führen von Gästen auf Skirouten und Varianten im Nahbereich von Pisten vermittelt werden. Tourenplanung, Schnee- und Lawinenkunde, Verschüttetensuche und Erste-Hilfe sind nur einige der zahlreiche Themen dieser Ausbildung. Nach positiver Eignungsprüfung und genügender Praxiserfahrung in den Skischulen folgt dann die Meisterstufe mit der Staatlichen Skilehrerausbildung und dem Skiführer als Zusatzmodul, womit die Skilehrerausbildung nach drei bis vier Jahren abgeschlossen ist.

staatl. Skilehrerkandidaten beim Training

staatl. Skilehrerkandidaten beim Training

Abzeichen der staatl. Skilehrer und Skiführer

Abzeichen der staatl. Skilehrer und Skiführer

Während der Großteil der Ausbildungskurse zum Staatlichen Skilehrer traditionell in der Ski Austria Akademie (früher: Bundessportheim) in St. Christoph am Arlberg stattfindet, erfolgt der Startschuss dieser intensiven Zeit, die den Kandidaten skitechnisch und körperlich einiges abverlangt, seit nunmehr 1992 im November am Pitztaler Gletscher. Dort liegt der Fokus auf der skitechnischen Grundausbildung und Verfeinerung, auf der dann in den folgenden Kursteilen am Arlberg aufgebaut wird. Das Ausbildungsteam rund um Leiter Rudi Lapper weiß die guten Bedingungen im Pitztal zu schätzen.

Ich habe den erfahrenen Skilehrer und Rennläufer um ein paar Antworten gebeten.

 

Skifahren ist für mich…

Leidenschaft.

Am Skirennsport fasziniert mich…

die Dynamik und Technik der jungen Generation.

Die Berge sind für mich…

Faszination und Arbeitsstätte zugleich.

Ich entspanne mich…

beim Motorradfahren mit meinen Kollegen. (Korsika, Sardinien)

Mein Lieblingsplatz im Pitztal…

ist der Gletscher.

Mein größter persönlicher Erfolg ist…

die Übernahme als Kursleiter der staatlichen Skilehrerausbildung. Hier haben sich auch die Lehrjahre im Bundessportheim St. Christoph unter Prof. Franz Hoppichler bezahlt gemacht.

Als ich klein war, wollte ich…

Skifahren!

Am liebsten Skifahren gehe ich…

in meiner Heimat.

Die Staatliche Skilehrerausbildung ist für mich…

eine Herausforderung und lebenslange Chance für alle Kandiaten.

Meine persönliche Erinnerung an die Staatliche Skilehrerausbildung ist…

tolle Lehrjahre unter Prof. Franz Hoppichler und den besten Skifahren zu dieser Zeit.

 

Die Pitztaler Skischulen mit ihren zahlreichen staatlich geprüften Skilehrern bürgen für beste Qualität und Kompetenz im Schneesport. Probiert’s doch mal aus bei eurem nächsten Skiurlaub im Pitztal in Tirol!

 

Zur Person:

Rudi Lapper, Ausbildungsleiter

Rudi Lapper, Ausbildungsleiter

Rudi Lapper wurde 1969 in Kirchberg geboren. Schon früh verschrieb er sich ganz dem alpinen Skilauf. Der klassische Einstieg erfolgte in den Skisport erfolgte als Renn- und Kaderläufer. Nach Abschluss der staatlichen Skilehrerausbildung wurde er 1992–1995 vom österreichischen Skipapst Prof. Hoppichler an das Bundessportheim St. Christoph am Arlberg als Ausbilder für Diplomskilehrer verpflichtet. Durch diese Verpflichtung konnte er beim INTERSKI-Kongress 1991 in St. Anton und 1995 in Nozawa Onsen (Japan) als aktives Mitglied der österreichischen Demonstratorengruppe die damalige aktuelle Skilehrtechnik präsentieren. Es folgte danach über 15 Jahre eine Ära als Skidemonstrator in Japan. Seit 1995 ist er Leiter der Skischule Kirchberg in Tirol. Um sein Fachwissen und internationale Erfahrung an die auszubildenden Schneesportlehrer weiterzugeben, trat er 2002 die Stelle als Ausbildungsleiter des Tiroler Skilehrerverbandes an. 2012 übernahm Rudi Lapper dann die Ausbildungsleitung der Staatlichen Skilehrerausbildung von Mag. Werner Wörndle.

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4 Antworten

  1. Christian Lang sagt:

    Möchte auch gerne eine Schilehrerausbildung machen. Weise leider nicht wo sie stattfindet und finde denn Preis nicht , vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Christian Lang. ( in Seefeld wäre gut ).

  2. Christian Lang sagt:

    Hallo Rudi da ist der Christian sehr interessant, möchte auch gerne eine Schilehrerausbildung machen, leider weiß ich nicht wo sie stattfindet und die Kosten was anfallen wären auch interessant. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen.
    Schöne grüße Christian.

  3. Jürgen Jacobi sagt:

    Eure neue Technik ist doch wohl ein Aprilscherz. Wenn ihr beim Carving von starker Rotation und Vertikalbewegungen sprecht, dann habt ihr leider bisher keine Ahnung gehabt.
    Aber vielleicht verhilft euch dieser fälschliche Kunstgriff zu ein paar neuen ahnungslosen Kunden.
    Ich schau im Februar mal vorbei und gebe euch Tips – zum Carven !!! 😉